Klaus Groth: Regenleed

Regenleed

Regen, Regen, druus,
wi sitt hier warm in`t Huus!
De Vogeln sitt in`n Boom to kurren.
De Köh, de stoht an`n Wall to schuren:
Regen, Regen, druus,
wi sitt hier warm in`t Huus!
Regen, Regen, rusch,
wat rüükt dat ut den Busch!
De Blomen, de hangt so sloprig dol,
de Bööm, de röhrt de Blööd nich mol:
Regen, Regen, rusch,
Wat rüükt dat ut den Busch!
Regen, Regen, suus,
vun boben op uns Huus.
Vun´t Dack hendol in striken Stroom
un liesen ut den Eschenboom:
Regen, Regen suus,
vun boben op uns Huus.
Regen, Regen, rull,
bet alle Groven vull!
Denn loot de Wulken övergohn.
Loot de Sünn wedderkom´n:
Regen, Regen, rull,
bet alle Groven vull!

Wöör:

druus: riesel / niesel
kurren: kauern
schuren: sich schützen
ruusch: rausche
sloprig: schläfrig
Blööd: Blätter
Groven: Gräben

Arbeitsvörslag

Lees dat Gedicht luut! Kiek mol in`t Internet no, wokeen Klaus Groth ween is. Wodennig is he op de Welt komen? Wat hett he in sien Leven beleevt?


Text von: Original: Klaus Groth in der Rechtschreibung angepasst von: Christianne Nölting

Quelle: Klaus Groth: "Quickborn", Ulf Bichel (Hg.), Verlag Boyens & CO., 1998

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